Am 27.06.2025 hatte der Bundestag die Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte beschlossen. Um die Betroffenen zu unterstützen, rief das Solidarische Magdeburg für den 10.11.2025, einen Tag, bevor der Bundesrat das nächste Mal zusammentrat, zu einer Kundgebung vor dem Landtag auf. Die Vertreter*innen der Landesregierung Sachsen-Anhalts sollten aufgerufen werden, sich für die Empfehlung des  Ausschusses für Arbeit, Integration und Sozialpolitik stark zu machen: Die Einberufung des Vermittlungsausschusses gemäß Artikel 77 Absatz 2 des Grundgesetzes mit dem Ziel zu verlangen, den Gesetzesbeschluss des Deutschen Bundestages aufzuheben.  

Unter anderen waren Vertreter*innen der Seebrücke, von Yuna - Demokratische Jugend Magdeburg, der Partei Die Linke und natürlich der OMAS GEGEN RECHTS dem gemeinsamen Aufruf des des Syrisch-Deutschen Kulturvereins und des Solidarischen Magdeburgs gefolgt. In ihren Redebeiträgen fanden Betroffene und Unterstützer*innen eindrucksvolle Worte zur Situation der Familien subsidiär schutzberechtigter Menschen.

Leider stimmte am nächsten Tag der Bundesrat dem Gesetz zu. Die Kundgebung war dennoch nicht umsonst. Sie war ein wichtiges Zeichen der Solidarität mit Menschen mit Migrationsgeschichte, ein wichtiger Beitrag, das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken.