Am Wahlabend des 9. Juni hatte das AFD-nahe Compact-Magazin im Rahmen der Kampagne „Blaue Welle“ eine Art Volksfest geplant. Das Bündnis Solidarisches Magdeburg hatte deshalb aufgerufen, die "Blauen Wellen" an "Bunten Stränden" zu brechen und Zeichen für Menschenrechte, Religionsfreiheit, Bildung, freie Kultur, Individualität, Vielfalt, Toleranz und ein friedliches Miteinander – für eine vielfältige, solidarische, demokratische Gesellschaft zu setzen.

Aus Plakaten, Transparenten und Bannern formten wir gemeinsam mit allen Teilnehmenden, die dem Aufruf des Bündnisses gefolgt waren, eine Wand zum Schutz der Demokratie und stellten uns der "Blauen Welle" mit unserer bunten Gesellschaft entgegen. Symbolisch schützten wir so das Rathaus vor Hass und rechtsextremistischer Hetze.

Mehrfach versuchte man auf der anderen Seite unseres Schutzwalls zu provozieren und spielte Töne von "L'Amour Toujours", dem rassistisch umgetexteten und missbrauchten Partyhit an. Ein Volksfest war das, was da stattfand, jedoch keineswegs. Ein paar Handvoll Leute waren dem Ruf der "Blauen Welle" gefolgt und hatten sich bei Freigetränken an Biertischen  zusammengefunden. Das hatten sich die Veranstalter sicher anders vorgestellt...

WIR WAREN MEHR. WIR WAREN LAUTER. Magdeburg ist eben bunt, nicht blau oder braun. 77,2% der Magdeburger haben die AFD NICHT gewählt! Kein Grund also für blaue Sommerfeste...